Die Van Sterling Capital Ltd (nachfolgend die “Gesellschaft”) ist eine maltesische Wertpapierfirma, die von der Malta Financial Services Authority unter der Lizenznummer VANS-IF-9616 zugelassen ist und beaufsichtigt wird. Die Gesellschaft betreibt zwei Plattformen: smarter-investments.com, über die sie diskretionäre Finanzportfolioverwaltung im Wege des Social und Copy Trading erbringt, und intokia.com, über die sie Wertpapier-Token vertreibt, die auf der Grundlage eines von der BaFin gebilligten Wertpapier-Informationsblatts begeben werden. Diese Zusammenfassung wird gemäß Artikel 23 Absatz 2 der Richtlinie 2014/65/EU (MiFID II) erteilt und beschreibt die allgemeine Art und die Quellen von Interessenkonflikten, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auftreten können, sowie die wesentlichen Maßnahmen zu deren Steuerung.
Quellen von Interessenkonflikten
Auf der Copy-Trading-Plattform (smarter-investments.com) wählt die Gesellschaft die auf der Plattform verfügbaren Anlagestrategien aus und erhebt von Kunden, die diese Strategien zeichnen, Verwaltungsgebühren und gegebenenfalls Erfolgsgebühren. Die Gesellschaft unterhalt ferner Geschäftsbeziehungen zu Trading-Mentoren, deren Strategien auf der Plattform gelistet sind. Diese Beziehungen konnten ohne angemessene Kontrollen einen Anreiz schaffen, Strategien zu bevorzugen, die den höchsten Gebührenerlös erzielen, statt diejenigen, die den Interessen des jeweiligen Kunden am besten entsprechen. Soweit Auftrage mehrerer Kundenkonten, die dieselbe Strategie gezeichnet haben, aggregiert werden, muss die Zuteilung der Teilausführungen fair gesteuert werden.
Auf der Token-Plattform (intokia.com) vertreibt die Gesellschaft Wertpapier-Token an Anleger auf beratungsfreier, rein ausführender Grundlage und erhalt gleichzeitig Vergütungen von den Emittenten dieser Token. Diese Vergütungen umfassen eine einmalige Einrichtungsgebühr, eine als Prozentsatz des erfolgreich aufgebrachten Zeichnungsvolumens berechnete Platzierungsprovision, eine jährliche Plattform- und Technologiegebühr sowie eine laufende Gebuhr für die Kundenverifizierung. Die Gesellschaft fuhrt für jeden Emittenten ferner ein elektronisch verwaltetes Inhaberverzeichnis (Namensregister), wodurch eine Doppelrolle als Vertriebsdienstleister gegenüber Anlegern und als Serviceanbieter für den Emittenten entsteht. Diese Regelungen schaffen einen finanziellen Anreiz, das Volumen der auf der Plattform vertriebenen Angebote zu maximieren, und können im Rahmen der Doppelrolle zu Situationen fuhren, in denen die Interessen der Anleger und die Interessen des Emittenten nicht vollständig übereinstimmen.
Die Gesellschaft kann künftig Anlageprodukte oder -strategien entwickeln, die eine Verbindung zwischen den beiden Plattformen herstellen, etwa indem auf der Copy-Trading-Plattform eine Strategie verfügbar gemacht wird, deren zugrunde liegendes Portfolio Wertpapier-Token umfasst, die auf der Token-Plattform vertrieben werden. Ein solcher Brückenschlag wurde weder für Anleger noch für Emittenten zusätzliche Kosten verursachen, wurde aber bedeuten, dass die Gesellschaft sowohl in ihrer Portfolioverwaltungs- als auch in ihrer Vertriebstätigkeit Erlöse erzielt.
Relevante Personen der Gesellschaft (Geschäftsleiter, leitende Angestellte, Mitarbeiter und durch Kontrolle mit der Gesellschaft verbundene Personen) können persönliche Anlagen halten oder außerbetriebliche Geschäftsinteressen haben, die im Widerspruch zur Pflicht stehen konnten, im besten Interesse der Kunden zu handeln.
Maßnahmen zur Steuerung von Interessenkonflikten
Die Gesellschaft hat organisatorische und verwaltungstechnische Vorkehrungen getroffen, um die vorstehend beschriebenen Konflikte zu verhindern, zu steuern und zu überwachen. Dazu gehören die Trennung der Aufgaben zwischen kundenseitigen und emittentenseitigen Funktionen; Informationsbarrieren, die den unangemessenen Austausch vertraulicher Informationen zwischen den beiden Plattformen verhindern; eine Vergütungsstruktur, die die variable Vergütung von Mitarbeitern, die an Angemessenheitsprüfungen oder der Auftragsweiterleitung beteiligt sind, nicht an Zeichnungsvolumina oder emittentenspezifische Vergütungen knüpft; ein strukturiertes Due-Diligence- und Auswahlverfahren für die Zulassung von Emittenten zur Token-Plattform, das sicherstellt, dass Listungen nicht allein von den Gebühren getrieben werden; faire und verhältnismäßige Allokationsverfahren für aggregierte Auftrage auf der Copy-Trading-Plattform; Schulung aller relevanten Personen zur Erkennung und Steuerung von Konflikten; eine Geschenkerichtlinie, die die Annahme von Vorteilen untersagt, die die Unabhängigkeit beeinträchtigen konnten; eine laufende Überwachung durch den Compliance Officer und eine periodische Überprüfung durch den Verwaltungsrat; sowie die Führung eines Interessenkonfliktregisters, in dem alle identifizierten Konflikte und die zu ihrer Steuerung ergriffenen Maßnahmen dokumentiert werden.
Das Bestehen, die Art und die Hohe aller von der Gesellschaft von Emittenten erhaltenen Vergütungen werden jedem Anleger in der Kosten- und Gebührenoffenlegung vor der Zeichnung mitgeteilt. Die Gesellschaft hat festgestellt, dass die Annahme dieser Vergütungen dazu bestimmt ist, die Qualität der den Anlegern gegenüber erbrachten Dienstleistung zu erhöhen, und die Pflicht der Gesellschaft, im besten Interesse der Kunden zu handeln, nicht beeinträchtigt, weil die Vergütungen es der Gesellschaft ermöglichen, die Plattform zu betreiben, regulatorische und Compliance-Funktionen wahrzunehmen, das Namensregister zu fuhren und die fortlaufenden Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden ohne unmittelbare Kosten für den Anleger zu erfüllen.
Offenlegung als letztes Mittel
Kann ein Interessenkonflikt trotz der vorstehend beschriebenen Maßnahmen durch organisatorische Vorkehrungen nicht angemessen verhindert oder gesteuert werden, wird die Gesellschaft dem betroffenen Kunden die Art und die Quelle des Konflikts so detailliert offenlegen, dass dieser eine sachgerecht informierte Entscheidung treffen kann. Eine solche Offenlegung stellt ein letztes Mittel dar und befreit die Gesellschaft nicht von ihrer Pflicht, den Konflikt weiterhin mit allen verfügbaren Mitteln zu steuern.
Weitere Informationen
Diese Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die vollständige Conflicts of Interest Policy, die weitere Einzelheiten zum Governance-Rahmen der Gesellschaft enthalt, ist ein internes Governance-Dokument, das der Malta Financial Services Authority auf Verlangen vorgelegt wird. Sollten Sie Fragen zur Steuerung von Interessenkonflikten durch die Gesellschaft haben, wenden Sie sich bitte an den Compliance Officer unter naomi.riolo@vansterling.com oder an den Geschäftsführer unter sven.buechel@vansterling.com.
Herausgegeben von der Van Sterling Capital Ltd, MFSA-Lizenz VANS-IF-9616.